Privathaftpflichtversicherung

Die Absicherung von privat verschuldeten Schäden gilt zwar nicht als Pflicht, aber macht durchaus Sinn. Weshalb wir auch von einer Haftpflichtversicherung sprechen. Sie schützt den Versicherungsnehmer und dessen Familie, sowie ggf. weitere eingetragene Personen vor Forderungen Dritter. Dabei sind, je nach Schadensfall, verschiedene Deckungssummen vereinbart. Wir klären auf, was für Schäden übernommen werden können und warum ein Privathaftpflicht Vergleich immer wieder wichtig ist.



Finanzieller Schutz bei eigener Fahrlässigkeit

Als Grundlage für die Privathaftpflichtversicherung dient § 823 Abs. 1 BGB. Denn darin steht, dass jeder deutsche Bürger unbegrenzt für seine Schäden haftbar gemacht werden kann. Dies setzt Fahrlässigkeit bzw. grobe Fahrlässigkeit voraus. Wobei sich das Gesetz rein auf den privaten Bereich beruft. Schäden im beruflichen Umfeld oder bei ehrenamtlichen Tätigkeiten, zählen nicht dazu.

Versichert sind in erster Linie die typischen gefahren für alltägliche Schäden in Wohnungen und Häusern. Plus Schäden durch bestimmte Tierhaltung (bspw. Katzen, aber keine Hunde) sowie die Haftung aus Vermietung.

Von der Privathaftpflicht ausgenommen sind in der Regel Glasschäden, verschleißbedingte Schäden, sowie Probleme mit Schimmel. Allerdings kommt es immer auf die Details der jeweiligen Versicherung an.

Zusätzliche Absicherungen möglich

Beim Privathaftpflicht Vergleich sollte man zudem Besonderheiten mit einbeziehen, falls benötigt. Als sinnvoll erachten wir:

  • Den Zusatz für Forderungsausfall. Wenn Schäden durch Dritte die Privathaftpflicht betreffen, jedoch diese Person nicht versichert ist, greift dieser Aspekt des Vertrags. Dafür braucht es aber einen rechtskräftigen Titel per Gericht. Auch bedarf es oftmals das Übersteigen eines gewissen Betrags.
  • Die Absicherung von Schlüsselschäden. Wenn es die Privathaftpflichtversicherung vorsieht, kann der Verlust von Schlüssel abgedeckt werden. Sowohl private, berufliche oder ehrenamtliche Schlüssel können inbegriffen sein. Um nicht jede Schadenssumme (bspw. wegen späteren Diebstahls) zahlen zu müssen, ist dieser Zusatz meist stark begrenzt.
  • Da immer mehr Personen eine Drohne besitzen, kann im Schadensfall die Privathaftpflicht greifen. Ab einer bestimmten Größe ist diese Versicherung sogar flicht. Drohnen können Schäden an Fenstern, Dächer, Zäunen etc. verursachen.
  • Kinder bis zum vollendeten 7. Lebensjahres haften nicht selbst. Von 7 bis 10 nur teilweise und auch bis zur Volljährigkeit bestehen Einschränkungen. Wenn Kinder viel unterwegs sind, macht es Sinn eine Aufsichtspflichtverletzung mit in die Haftung zu nehmen. Bspw. um Schäden am Nachbargrundstück/Haus abzudecken.

Deshalb ein Privathaftpflicht Vergleich

Entweder besteht schon eine Privathaftpflichtversicherung oder sie wird angestrebt. In beiden Fällen ist es wichtig, die jeweils passenden Konditionen für die individuelle Situation zu finden. Hierbei hilft der Privathaftpflicht Vergleich. Nach Eingabe der wichtigsten Eckdaten, sortiert dieser die derzeit besten Angebote und gibt diese in einer Übersicht aus.

Versicherungsarten existieren wie Sand am Meer, wobei die Privathaftpflichtversicherung die Basis bildet. Es gibt zahlreiche Fälle die im Alltag geschehen können und gegen diese kann man sich mit einem kleinen Beitrag ganz leicht absichern. In der Regel geschieht der Schaden dabei unabsichtlich, aber er kommt einen trotzdem teuer zu stehen.

Schäden an Dritten sind haftbar

Per Gesetz ist es geregelt, dass jemand der einem Dritten Schaden zufügt, dafür aufkommen (haften) muss. Die Schädigung kann dabei an einer Person, deren Kleidung oder anderen Sachgegenständen entstehen. Bei schwerwiegenden Fällen ist mit einer extrem hohen Zahlung zu rechnen. Das kann einem die finanzielle Zukunft über Jahre hinweg ruinieren. Dagegen spricht, dass ein so hoher Schaden zum Glück nur sehr selten verursacht wird. Dennoch sollte man sich mit einer geeigneten Privathaftpflichtversicherung dagegen schützen.

Die Haftpflichtversicherung kann bei Unfällen auf Arbeit oder im Privaten eingreifen. Deshalb auch die Konkretisierung mit dem Begriff „Privathaftpflichtversicherung“. Die Einschätzung, ob ein Schadensfall vorliegt, übernimmt die Versicherung. In Zusammenarbeit mit der Polizei, Zeugen und/oder einem Anwalt, wird so der Grad der Fahrlässigkeit bestimmt. Und selbst bei „leichter“ Fahrlässigkeit kann man schon kräftig zur Kasse gebeten werden. Über zufällig und ungewollte Schäden muss sich eine Person keine Sorgen machen, wenn sie die richtige Privathaftpflichtversicherung gewählt und die Beiträge stets ordnungsgemäß bezahlt hat.

Was ist in den Vertragsdetails mit eingeschlossen?

Dies sollte die wichtigste Frage bei einem Beratungsgespräch sein. Es geht nicht nur nach dem Preis der Privathaftpflichtversicherung, sondern hauptsächlich darum, was sie tatsächlich an Schäden abdeckt. Bspw. ist es nicht immer üblich Schäden innerhalb einer Familie zu regulieren. Die Enkelkinder sind zu Besuch, ein schweres Glas fällt auf den Couchtisch und dieser splittert. Kommt die Versicherung dafür auf? Nicht immer und deshalb muss jeder seine Vertragsdetails zur Haftpflichtversicherung kennen.

Es ist ratsam die Police von Zeit zu Zeit anzupassen. Für bessere Konditionen und Preise, denn die ändern sich immer mal wieder.



Was Sie bei einer Haftpflichtversicherung beachten sollten

Wer im Besitz einer privaten Haftpflichtversicherung ist und Schäden bei einer dritten Person verursacht hat, muss in den meisten Fällen nicht für den Schadensersatz sorgen, weil die Versicherung diese Unkosten übernimmt. Wenn der Versicherte also zum Beispiel bei einem Freund zu Besuch ist und eine Flasche fallen lässt, welche dann den Glastisch zerstört hat, wird die Versicherung für den Schaden aufkommen. Natürlich nur, wenn der Schaden nicht mit Absicht entstanden ist. Doch nicht immer greift eine Haftpflichtversicherung ein. Wir zählen heute ein paar wichtige Punkte auf, die Sie in einer solchen Versicherung integriert haben sollten.

Die Versicherungssumme der Haftpflichtversicherung prüfen

Ganz allgemein wird als erstes in einer privaten Haftpflichtversicherung festgehalten, wie viel Geld maximal erstattet bzw. übernommen wird. Hiernach berechnen sich dann auch die monatlichen Beiträge bzw. ein Grundpreis, welche durch verschiedene Zusatzleistungen noch steigen können.

Bei der Versicherungssumme gilt es zwischen Sachschäden, Personenschäden und Vermögensschäden zu unterscheiden. Dazu zählen unter anderem Schmerzensgeld, Behandlungskosten und Schäden am vermögen. Letzteres bezeichnet Schäden, welche nicht in die ersten beiden Bereiche fallen.
Wer sich nicht sicher über die Höhe der Versicherungssumme ist, sollte sich bei seiner zuständigen Verbraucherzentrale informieren. Auch wenn es für die meisten ungewöhnlich erscheinen mag, so werden in der Regel durch Haftpflichtversicherungen einige Millionen Euro abgesichert. Außerdem, was vor vielen Jahren noch aktuell war, kann sich heute schon geändert haben. Deshalb sollten Personen mit einer langjährigen Haftpflichtversicherung unbedingt die Versicherungssumme ändern lassen.

Schäden die mit der Zeit entstehen absichern

Man nennt sie auch „Allmähligkeitsschäden“. Wenn zum Beispiel ein kleiner Rohrbruch entsteht, weil sich nicht um die Wartung gekümmert wurde, kann langsam aber sich Wasser in die Wände sickern. Daraus entsteht eine feuchte Umgebung, Schimmel kann sich bilden, das Mauerwerk ist nicht mehr so gut isoliert und schlussendlich kommt der Putz von der Decke. Mit Allmähligkeitsschäden sind demnach Einflüsse durch Temperatur, Dämpfe, Gase, Feuchtigkeit, Rauch etc. gemeint. Achten Sie auf die Absicherung dieser, meist unvorhersehbaren, Faktoren.

Schäden durch Haustiere

Versicherungen bezahlen in der Regel nicht für Schäden, welche durch Haustiere verursacht wurden, wenn diese eine bestimmte Größe annehmen. Das heißt, eine Katze oder kleinere Haustiere werden meist durch eine Haftpflichtversicherung abgesichert. Alles was größer als eine Katze ist, bedarf einer speziellen Tierhalter-Haftpflichtversicherung.

Selbstbeteiligung

Um den Schutz von Millionenschäden kostengünstig zu halten, kann sich der Versicherer selbst beteiligen, wenn es dann einmal soweit ist. Durch eine Selbstbeteiligung von hundert Euro und mehr, kann der Beitragssatz deutlich reduziert werden.