Ihre Baufinanzierung

Ein Eigenheim zu besitzen ist schön. Um diese Traumvorstellung so günstig wie möglich zu realisieren, gibt es den Baufinanzierungsrechner. Dieser objektive Vergleich ist ratsam, muss aber auch zwingend vollständig sein. Wir erklären, wie diese Software funktioniert und welche Bedingungen sie erfüllen sollte.

So funktioniert der Baufinanzierungsrechner

1. Der potentielle Kreditnehmer gibt seine gewünschte Summe ein. Möchte er bspw. 250.000 Euro beantragen, tippt er dieses Volumen in das dafür vorgesehene Feld ein.

2. Es wird eine Laufzeit der Sollzinsbindung ausgewählt. Diese kann zwischen 5 und 25 Jahren betragen. Je länger der Zinssatz der Baufinanzierung gleich bleiben soll, desto höher fallen die Zinsen aus. Dafür bleiben sie aber dauerhaft stabil, was in Zeiten von Niedrigzinsen lohnenswert ist. Späteren Erhöhungen kann der Kreditnehmer damit gelassen entgegensehen.

3. Im dritten Schritt geht es nun um die Laufzeit bzw. monatliche Rate. Eventuell ist ein Schieberegler vorhanden, um die verschiedenen Laufzeiten vergleichen zu können. Wem schon ein konkreter monatlicher Beitrag vorschwebt, der gibt ihn ein. Daraufhin kann der Baufinanzierungsrechner die theoretische Laufzeit bestimmen.

Wichtig: Am Ende sollte die Software ein kostenfreies Angebot präsentieren, welches via E-Mail oder Post zugeschickt wird. Verbindlich wird es erst mit der Unterschrift des Kunden.

Verschiedene Möglichkeiten und Szenarien durchspielen

Ein guter Baufinanzierungsrechner erlaubt es verschiedene Eingaben zu machen. Bspw. sollte man austesten:

  • Wie sich die monatliche Rate auf die Gesamtlaufzeit auswirkt.
  • Was Zinsbindung von 5, 10 und 15 Jahren ausmacht.
  • Ob es möglich ist Sondertilgungen vorzunehmen.
  • Erlaubt der Rechner eine Kalkulation der Volltilgung in X Jahren?

Hier lohnt es sich wirklich verschiedene Szenarien durchzuspielen. Die Rate zur Baufinanzierung sollte mit ausreichend Puffer gewählt werden. Beiträge zu Versicherungen, Strom, Wasser etc. erhöhen sich mit den Jahren. Bei gleichbleibendem Einkommen, gilt es diese schon jetzt abzufedern. Dennoch muss die angebotene Rate für die Bank attraktiv genug sein, um den Kredit tatsächlich zurückzahlen zu können.

Bis zur Rente ist Schluss: Mehrheitlich fällt das Einkommen beim Renteneintritt drastisch nach unten. Baufinanzierer wünschen deshalb eine Volltilgung bevor dieser Zeitpunkt überschritten wird. Andernfalls gestaltet sich der gesamte Prozess wesentlich schwieriger und die Chance auf Bewilligung sinkt.

Gedanken zur Wunschrate

Für die meisten Kreditnehmer gestaltet sich eine gleichbleibende Rate am besten. Sie zahlen Monat für Monat denselben Betrag. In solchen Fällen sollte die Zinsbindung in Abhängigkeit zum allgemeinen Zinsniveau gewählt werden. Gehen wir vom heutigen Stand (Januar 2018) aus, so kann der Leitzins kaum niedriger sein. Er wird voraussichtlich langsam ansteigen und mit ihm die Bauzinsen. Weshalb es in den meisten Situationen schlau ist, jetzt eine möglichst lange Zinsbindungsfrist zu wählen.

Anders sieht es bei Freiberuflern, Unternehmern und Personen mit hohen Karrierezielen aus. Hier ist mit einem stetig steigenden Einkommen zu rechnen. Die Rate ließe sich mit den Jahren erhöhen. Dabei entscheiden die Vertragsbedingungen, weil meistens während der Zinsbindungsfrist keine Veränderung vorgenommen werden darf.

Selbstständige sollten deshalb nur 5 oder 10 Jahre wählen, um dann neu zu verhandeln. Wer mehr Sicherheit wünscht, der arbeitet lieber über die Sondertilgungen. Meist sind bis zu 5.000 Euro im Jahr zugelassen, solange die Zinsbindung besteht.

Kritisch – Die Baunebenkosten

Der Baufinanzierungsrechner ermittelt lediglich das bestmögliche Angebot zu den gewünschten Konditionen. Oft suchen Bauherren nach einem besonders günstigen Weg zu bauen. Daraus entstehen dann Häuser für 100.000 Euro, plus vielleicht noch einmal 50.000 Euro für das Grundstück. Dann wird eine Baufinanzierung über 150.000 Euro abgeschlossen. Eventuell stehen noch 15.000 Euro an Eigenkapital aus einem Bausparer zur Verfügung. Trotzdem fallen damit fast alle Hausbauer auf die Nase und warum? Weil sie die Baunebenkosten nicht berücksichtig haben.

Diese fressen schnell das Eigenkapital auf und dann muss teuer nachfinanziert werden. Deshalb lieber gleich eine realistische Summe ansetzen, um dem Ärger keine Luft zu lassen. Die folgende Liste beinhaltet alle wesentlichen Punkte der zu bedenkenden Aspekte. Deren Kosten variieren je nach Standort und wer die Aufgaben durchführt.

Hausbau-Nebenkosten: Eine Aufstellung

Jede Baufinanzierung benötigt die Bestätigung durch einen Notar. Seine Gebühren richten sich nach der Verordnung und Volumens der Baufinanzierung.

  • Zum Notar gesellen sich die Kosten zur Grundschuldbestellung, sowie der Eintrag ins Grundbuch (Grundstück).
  • Ggf. wird eine Maklerprovision für den gekauften Boden fällig.
  • Dann geht es weiter mit der Baugenehmigung.
  • Von Architekt, Statiker und Wärmeschutzbeauftragten sind Kostenvoranschläge einzuholen. Es sei denn, es wird eine Firma beauftragt, welche alle drei Faktoren mit abdecken kann.
  • Anschlusskosten für Strom, Wasser, Gas und Telefon/Internet schlagen kräftig zu Buche. Selbst wenn Grundstücke als erschlossen gelten, denn damit sind meistens nur die Zugänge bis knapp hinter den Bordstein gemeint. Manchmal sind damit auch nur die vorliegenden Anschlüsse in der Straße gemeint.
  • Vor dem Baubeginn ist ein Bodengutachten zu erstellen. Es bestimmt, wie dick die Bodenplatte als Fundament gegossen werden muss.
  • Während der Arbeiten am Haus benötigen die Handwerker Strom und manchmal auch Wasser. Ebenso lassen sich zusätzliche Erdarbeiten nicht immer ausschließen.
  • Ist der Hausbau an sich abgeschlossen, geht es mit der Inneneinrichtung weiter. Größte Kostenfallen sind hierbei die Küche, Möbel (Couch, Esstisch etc.), sowie die Bodenbeläge und Wandgestaltung.
  • Um das Haus herum gilt es einen Vorgarten, die Einfahrt und eventuell schon die Terrasse zu gestalten.

Damit kommen schnell einige Zehntausend Euro mehr zusammen. Auch diese Posten gilt es beim Arbeiten mit dem Baufinanzierungsrechner zu beachten.



Modernisierungskredit

Egal ob Haus, das gekaufte Feriendomizil oder der Gäste-Bungalow für übernachtende Freunde. Ja selbst die Mauer zur Einzäunung des Grundstücks: Alles verfällt mit der Zeit. Selbst bei fachgerechter Wartung und Instandhaltung, entstehen verschleißbedingt Abnutzungserscheinungen. Nicht von heute auf morgen, sondern über Jahre hinweg. Irgendwann sind diese Arbeiten dann nicht mehr aufschiebbar. Oftmals fehlt dann das Geld zur Finanzierung und der Modernisierungskredit springt ein.

Modernisierungskredit für die eigenen vier Wände

Nun wohnt man schon einige Jahre in der besagten Immobilie und spürt den langsamen Verfall. Nach 50 Jahren haben viele Dachziegel ihre besten Zeiten hinter sich. Das Heizungssystem könnte auch modernisiert werden. Selbst wenn die teuersten Sanierungskosten noch nicht anfallen, könnte ein frischer Wind nicht schaden. Eine neue Küche samt schicker Fliesen und Fototapeten, das wäre es doch.

Oder das Wohnzimmer wird mit Hilfe von Beleuchtung und Hightech auf den aktuellen Stand gebracht. Womöglich möchte man den Keller zum Partyraum ausbauen? Wenn das nötige Kleingeld vorhanden ist, kein Problem. Ansonsten unterstützt das Vorhaben der richtige Modernisierungskredit.

Modernisierungskredit beim Kauf einer Bestandsimmobilie

„Schnäppchenhäuser“ sind in aller Munde. Das bisschen gesparte Eigenkapital wird schon reichen. Den Rest erledigt der Bauherr per Muskelkraft und gut. Oft fallen Eigentümer mit so einer gekauften Bestandsimmobilie schnell auf die Nase. Denn vor dem Erwerb lässt sich nur schwer in die Rohrsysteme schauen. Plötzlich zieht es an allen Ecken. Was bei der Begehung gar nicht aufgefallen war.

Nun gilt es doch mehr Geld in die Hand zu nehmen. Höchste Zeit für einen Modernisierungskredit.

Ferienhaus/Ferienwohnung aufpeppen

Ein ähnliches Szenario ergibt sich, wenn eine Ferienwohnung gekauft wurde oder seit Jahren als Eigentum vorhanden ist. Für viele das ideale Zusatzeinkommen, doch das Ferienhaus muss in Schuss gehalten werden. Auch hier ist es zeitweise nötig, mehr Geld in die Modernisierung zu stecken.

Modernisierungskredit zur Grundstückssanierung

Seltener benötigt es diese Kreditform zur Neugestaltung der Gartenanlage. Jedoch, abhängig von Größe und Beschaffenheit, kommen hier schnell einige tausend Euro zusammen. Der einst so schöne Pavillon aus Holz ist total verschlissen. Vom überwucherten Rasen ganz zu schweigen. Auch die Gartengeräte taugen nichts mehr, insbesondere der Rasenmäher.

Nun will man mit modernsten Möglichkeiten wieder neuen Glanz in das geschundene Grün bringen. Wie wäre es künftig mit Rollrasen? Das Gelände ordentlich abtragen, ebnen, mit Unkrautvlies großflächig auslegen und dann den bereits angezogenen Rasen verlegen. Klingt toll und selbst wenn der Besitzer bei Allem selbst Hand anlegt, bleibt es bei den Anschaffungskosten. Auch in solchen Fällen kann der Modernisierungskredit hilfreich sein.



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