Lebensversicherung

Lebensversicherung

Die Lebensversicherung zählt zu den Personalversicherungen. Sie dient meistens dem Zweck, die Angehörigen nach dem Todesfall des Versicherten finanziell abzusichern. Für sie wird ein Vertrag mit genau bestimmten Leistungen festgelegt. Dadurch werden die Konditionen individuell für den Kunden gestaltet. Im Todesfall wird die angesparte Summe an den Versicherten und damit zum Erbe oder an eine im Vertrag bestimmte Person freigegeben.

Auszahlung einer Lebensversicherung

Für die Lebensversicherung wird ein monatlicher Beitrag eingezahlt. Bei Inanspruchnahme, wird aber die im Vertrag festgelegte Summe ausbezahlt und nicht die tatsächlich eingezahlten Beiträge. Gesonderte Formen sind die Todesfallversicherung und die Erlebensfallversicherung. Um die Leistung beziehen zu können, muss nicht zwangsläufig der Tod einher gegangen sein. Je nach Vereinbarung, zählen auch schwere Erkrankungen, welche zur Berufsunfähigkeit führen, ein Grund für die Auszahlung sein. Es gilt zu beachten, dass auch private Rentenversicherungen zu den Lebensversicherungen gehören.

Rechte und Pflichten

Für den Versicherten entsteht mindestens ein Nutzen, die finanzielle Absicherung seiner Hinterbliebenen. Alle Rechte und Pflichten die mit einer Lebensversicherung einhergehen, sowie die monatlich zu zahlenden Beiträge, werden im Vertrag festgehalten. Auf die interne Kalkulation der Beiträge, hat der Versicherte keinen direkten Einfluss. Diese werden aufgrund von Alter, Laufzeit und gewünschten Leistungen errechnet. Der Abschluss einer Lebensversicherung ist für Jahrzehnte bindend. Eine vorläufige Kündigung ist zwar möglich, bedeutet aber auch Stornokosten. Die Leistungen einer solchen Versicherung können in den meisten Fällen nicht angepasst werden.

Dennoch ist die Absicherung der Angehörigen ein wichtiger Punkt in der heutigen Zeit. Gerade wenn man der Hauptverdiener der Familie ist, sollte man durch eine Lebensversicherung vorsorgen.

Die Geschichte der Lebensversicherung

Die Geschichte der Lebensversicherung begann schon im alten Rom. Speziell für die Beerdigung gegründete Vereine übernahmen die Kosten ihrer Mitglieder und unterstützten die Hinterbliebenen. In England war es lange Zeit Tradition, auf das Leben mancher Menschen zu wetten. Dies wurde aber abgeschafft, weil durch die Lebensversicherung ein rein wirtschaftlicher Aspekt abgedeckt werden sollte und nicht das Glücksspiel auf Kosten von Menschenleben.

Lebensversicherungen, die man mit der heutigen Form vergleichen kann, wurden im 17. Jahrhundert entwickelt. Der Mathematiker Edmond Halley, entwarf ein Modell zur gleichberechtigten Beitragsabgabe, abhängig vom Alter und Lebenssituation. Er nannte es “Society for Equitable Assurances on Lives and Survivorships” und führte dieses Konzept erstmalig 1762 ein. Später entwickelten sich Lebensversicherungen auch zu einer Methode der Geldanlage.

Bis heute werden sie an bestimmten Märkten gegen Bargeld gehandelt. Man spricht in diesen Fällen von Gebrauchtpolicen. Der Wert eines solchen Vertrages wird durchaus unterschiedlich eingeschätzt, wodurch sich für die Händler Gewinnmargen ergeben.

Das könnte dir auch gefallen
Newsletter abonnieren
Mit unseren Newslettern erhalten Sie genau die News, die Sie brauchen - kostenlos und direkt in Ihre Mailbox.
Sie können sich jederzeit abmelden
Bemerkungen
Loading...