Festgeldvergleich

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Festgeldvergleich

Ein Festgeldkonto zählt zu den vielen Optionen für mittel- und langfristige Geldanlagen. Wer im Moment einige tausend Euro erübrigen kann, erhält somit eine bessere Verzinsung. Dabei bleibt seine Einlage bis zur festgelegten Summe gesichert. Somit geht der Kunde keinerlei Risiko ein und kann sein Geld für sich arbeiten lassen. Durch die langjährige Anlage profitiert er vom Zinseszinseffekt. Weil dieses Anlageprodukt steten Schwankungen unterliegt, empfiehlt sich ein Festgeldvergleich, bevor ein Vertrag unterzeichnet wird.

So funktioniert das Festgeld

  • Der Kunde spricht mit der Bank und gibt seine Einlagensumme an. Festgeldkonto eröffnen die Institute meist erst ab 5.000 Euro oder mehr.
  • Es wird eine entsprechende Laufzeit gewählt. Diese beginnt häufig ab 5 Jahren und lässt sich auf deutlich längere Zeiträume auslegen.
  • Anschließend schlägt der Bearbeiter einen Zinssatz vor, welchen er für diese Bedingungen anbieten kann.

Deshalb ist der Festgeldvergleich so wichtig

In diesem Fall hat der Kunde bei seiner Hausbank oder einem anderen Institut angefragt. Dadurch besitzt er lediglich ein Angebot. Er ist jedoch nicht gezwungen das Festgeldkonto als Stammkunde einer Bank zu eröffnen. Hier kommt der Festgeldvergleich ins Spiel.

Anlagesumme und Laufzeit werden in die Suchmaske eingegeben. Die Software ermittelt die dafür besten Konditionen, indem die aktuellen Angebote verglichen werden. Wenige Sekunden später zeigt der Festgeldvergleich seine Ergebnisse an.

Als Nutzer schaut man sich die Details der drei besten Optionen an. Danach erfolgt die Entscheidung und in der Regel kann der Abschluss direkt online erfolgen. Ggf. ist noch ein Anruf notwendig. Die Summe zieht man per Lastschrift ein oder überweist sie manuell.

Vorteile und Nachteile vom Festgeld

Beginnen wir mit den positiven Aspekten vom Festgeld:

  • Im direkten Vergleich schneidet das Festgeld gegenüber dem Tagesgeld immer besser ab, wenn es um die Verzinsung geht.
  • Einmal eingerichtet, braucht sich der Kunde um nichts mehr zu kümmern. Zeitgleich profitiert er vom Zinseszins, welcher von Jahr zu Jahr höhere Erträge bringt.
  • Je länger das Festgeld angelegt ist, desto höher fällt die Verzinsung aus. Banken erhalten mit jedem Jahr mehr Planungssicherheit. Diesen Vorteil geben sie an ihre Kunden weiter (im Idealfall).
  • Gelder auf einem Festgeldkonto sind bis zu einer bestimmten Summe, meistens 100.000 Euro, sicher angelegt.

Doch nicht immer stellt das Festgeld die beste Lösung für jede Situation dar:

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  • Die eingelegte Summe ist vorerst nicht nutzbar. Es gibt Sonderregelungen, bei denen ein Teil oder die gesamte Einlage vorzeitig entnommen werden darf. Was aber fast immer mit hohen Gebühren verbunden ist.
  • Während der Laufzeit kann sich die Zinssituation verändern. Aktuell liegt der Leitzins extrem niedrig. Wer heute ein Festgeldkonto eröffnet, hat eventuell in wenigen Jahren das Nachsehen. Mittelfristig dürfte der Leitzins wieder steigen. Jedoch gelten dann immer noch die Bedingungen bei Vertragsabschluss. Wichtig: Faire Banken passen die Zinsen vom Festgeld den Marktbedingungen an. Dann kann dieser Nachteil vernachlässigt werden.
  • Ein Festgeldkonto benötigt häufig 5.000 Euro und mehr, um es eröffnen zu können. Für kleinere Summen gibt es andere Lösungen. Bspw. ein Tagesgeldkonto.
  • Aufgrund seiner Nachteile, sollte ein Festgeldkonto nur als Teil einer größeren Anlagestrategie dienen. Es macht wenig Sinn, hier alles Ersparte einzusetzen.

Festgeld-Sonderfälle

Für diese Anlageform sind Zeiträume von 5, 10 und 15 Jahren üblich. Durch die aktuell extrem niedrige Zinslage, suchen Kunden bevorzugt nach kürzeren Laufzeiten. Es geht dabei um Festgeld für 1, 2 oder 3 Jahre. Dadurch ließe sich das Zinstief besser kompensieren. Als Ausgleich der Inflation reicht das Festgeld momentan zwar trotzdem nicht aus, aber besser als überschüssiges Guthaben herumliegen zu lassen.

Leider ist die Zahl der Anbieter für so kurzfristige Festgeldkonten recht gering. Eine Suche lohnt sich dennoch und auch dafür ist ein Festgeldvergleich gedacht.

Weitere Sonderfälle ergeben sich durch extrem lange Laufzeiten jenseits der 20 Jahre. Hier denkt jemand an eine sichere Geldanlage für seinen Ruhestand. Vielleicht sollen auch reichlich Zinsen angesammelt werden, um abschließend die Restsumme der eigenen Immobilie zu tilgen. Möglich ist es durchaus, sein Geld für 25 oder gar 30 Jahre liegen zu lassen.

Aber wie gesagt, im Moment wäre dies ein gefährliches Spiel mit dem niedrigen Leitzins. Hierfür empfehlen sich andere Anlageformen, welche ein flexibles Reagieren ermöglichen.

Festgeld für Kinder

Kurz vor der Geburt eines Kindes fragen sich viele Eltern, wie sie am besten und sinnvoll vorsorgen können. Der gedankliche Spielraum geht bis zum 18. Lebensjahr. Was in etwa der Zeitraum ist, an dem der Nachwuchs sein Elternhaus verlassen dürfte. Ein Festgeldkonto zur Geburt wäre ein tolles Geschenk.

Nehmen wir an, dass Festgeld fürs Kind wird mit 5.000 Euro eröffnet. Bei einem Zinssatz von 1,0% und einer Laufzeit von 18 Jahren, kämen hierbei immerhin 900 Euro an Zinsen zusammen. Zusätzliche Einlagen sind, je nach Vertragsbedingungen, zwischendurch auch noch möglich. Somit bilden die Eltern oder Großeltern ein tolles Startkapital für den Einstieg ins Berufsleben.

Denn das erste Auto, der Führerschein dazu und der Umzug in die eigene Wohnung, bergen immense Kosten. Wer da heute schon mit dem Festgeldvergleich vorsorgt, muss sich in rund 20 Jahren keine Gedanken mehr machen.

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